Mittwoch, 16. September 2009

Die erste Woche

Nun bin ich schon fast eine Woche hier. Da wirds mal Zeit für eine erste kurze Zwischenbilanz:
Eigentlich ist noch nicht wirklich viel passiert. Überwiegend hab ichs mir einfach gut gehen lassen, hab schön ausgeschlafen und bin tagsüber viel herumgelaufen. Überwiegend Richtung Uni-Campus oder Innenstadt. Gestern war ich, nach einem erfolglosen Versuch bereits meinen Studi-Ausweis abzuholen, im Wollaton Park. Das ist eine riesige Anlage nördlich von der Uni. In der Mitte steht ein gigantisches Herrenhaus. Sehr beeindruckend. Auch sonst ist der Park echt schön. Überall gepflegter Rasen, wie man sich das von England so vorstellt und ganz klischeemäßig noch ein paar Rehe, die frei herumlaufen. Seht selbst:
Von notts 2009

Von notts 2009


Langsam beginnt sich die Stadt hier mit Studenten zu füllen. Überall laufen keine Grüppchen herum und sind offenbar gerade beim House-Hunting. Ich freue mich, dass mir dies praktisch erspart geblieben ist. Langsam beginne ich sogar die Größe meines schuhkartongroßen Zimmers zu schätzen. Ich muss praktisch nie aufstehen, um irgendwas zu erreichen. Und viel Krempel hab ich ja eh nicht mit. Und wenn ich mal ein bißchen Auslauf brauch, dann haben wir ja immer noch Wohnzimmer und Garten.
Auch der Linksverkehr ist für mich mittlerweile keine akute Lebensgefahr mehr, sondern nur noch etwas ungewohnt. Das hiesige Bussystem ist eine Katastrophe. Ich liebäugel auf jeden Fall mit der Anschaffung eines günstigen Fahrrads. Bisher konnte mich das Wetter noch nicht von der Idee abbringen. Ich habe noch keinen Tropfen britischen Regen gesehen und es ist auch immer noch keiner in Sicht.
Ansonsten fällt mir immer wieder auf, wie leer es in den Straßen ist. Ich glaube die Briten sind ähnlich begeisterte Autofahrer wie die Amis. Nur in der Innenstadt wimmelt es vor Fußgängern. Die Leute kaufen, was das Zeug hält. Scheinbar ist die Wirtschaftskrise hier noch nicht im Einzelhandel angekommen.
Ich muss mich nun langsam leider an meine "Altlast" aus Berlin namens Hausarbeit begeben, damit ich nächste Woche frisch und unverblümt mit der hiesigen Uni anfangen kann.

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