Ich den letzten 8 Tagen ging hier langsam das Leben ein bißchen los. Aber vorher haben wir am Wochenende nochmal mächtig Gas gegeben. Freitag Geburstagsparty von Fan, der Französin, wo ich mich vor allem mit dem Romain, dem französischen Mann von Amaia, einer spanischen Freundin über lustige Wörter für Popel in verschiedenen Sprachen unterhalten habe. Wie ihr merkt: ich bin hier voll in meinem Element. Samstag hatte ich dann einen klassischen Hangover, hab mich aber trotzdem noch Abends mit für ein Touristenbier im angeblich ältesten Pub Englands aus dem Haus geschleppt. Danach habe ich mich dann noch überreden lassen, kurz mit essen zu gehen, danach "Okay, aber nur ein Bierchen im Pub.", dann "Okay, aber jetzt wirklich nur noch eins." in einem anderenm Pub... bis dieser dann zu gemacht hat. Das ist allerdings jetzt keine besonders späte Zeit. Um 3 Uhr ist hier Sense. Das ist wirklich komisch, wo ich doch die letzten Male in Berlin immer erst um 3 Uhr losgegangen bin. Woran ich mich auch noch gewöhnen muss, ist die "Mode", die britische Damen abends zum Ausgehen zu tragen pflegen. Erst dachte ich, ich wäre im Rotlichtviertel gelandet, bis ich merkte, dass es gar keine Prostituierten sind, sondern Studentinnen. Diese Mode kann aber auch unterhaltsam sein, wenn sie zu späterer Stunde, wie Kinder, die gerade erst laufen gelernt haben, mit ihren High Heels auf die Fresse fallen. Denn natürlich müssen sie sich auch druckbetanken. Schließlich machen die Pubs und Clubs ja alles so früh zu. Naja, trotz dieser Eigenheiten und erfüllten Klischees, hatte ich jede Menge Spaß am Wochenende. Abgerundet wurde dies dann noch durch wunderschönes Sonntagswetter und einen Besuch im Park. Und weil das Wetter dann so schön war, haben wir abends noch gegrillt. Geht ja alles spontan hier. Die Geschäfte haben ja geöffnet.
| Von notts 2009 |
Montag wurde es dann ernst. Naja, zumindest sollte es wohl ernst werden. Wir hatten das erste Erasmus treffen. Es gab einen Haufen wichtiges Papier, ein paar Informationen zum Verlauf der Woche usw. Dann war der Tag auch schon wieder vorbei. Ich habe dort meine Komolitonen aus Berlin getroffen und hab noch ein bißchen mit ihnen den Campus erkundet. Ich habe ein bißchen Angst, dass mir meine Heimatuni bald total popelig vorkommt, bei den Möglichkeiten, die einem hier geboten sind. Alles ist schick, geschniegelt und modern. Im Moment überlege ich noch, ob ich mir eine Sportscard zulege. Damit kann ich umsonst das Schwimmbad der Uni benutzen und habe das Recht alle anderen Sportangebote der Uni zu nutzen. Aber 55 Pfund sind nicht wenig und ich merke so langsam, wie hier alles finanziell reinhaut...
Im Moment ist hier die sogenannte "Week One". In dieser Woche finden noch keine Lehrveranstaltungen statt, sondern nur Einführungen, Anmeldungen und so'n Kram...
Heute morgen hab ich es geschafft mich für die Kurse an zu melden. Zwar nicht die, die ich mir eigentlich erträumt hatte, aber immerhin war ein bißchen was interessantes dabei. Hier besteht ein Kurs allerdings nicht nur aus einem 2 stündigen Seminar, sondern meistens aus einer Vorlesung, einem Seminar und einem Workshop. Was genau der Unterschied zwischen Seminar und Workshop ist, weiß ich auch noch nicht, aber das wird sich dann bestimmt rausstellen, wenns nächste Woche dann richtig losgeht.
Gestern Abend haben wir außerdem vier neue Hühner bekommen. Wir haben nun jeder unser eigenes Huhn und haben sie nach anderen Tieren benannt. Meins heißt Eagle.
| Von notts 2009 |
Heute abend geht es denn mal in das angeblich kleinste Kino der Welt, das Screen Room. Da gerade immer mehr Leute Bock haben mit zu kommen, fürchte ich, dass wir die 20 Plätze alleine füllen werden. Coco Chanel werden wir sehen. Ich bin mal gespannt. Genau wie auf das morgige erste Erasmus "Social Event".

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